{"id":513,"date":"2024-09-23T14:46:30","date_gmt":"2024-09-23T12:46:30","guid":{"rendered":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/?p=513"},"modified":"2024-10-30T21:04:24","modified_gmt":"2024-10-30T20:04:24","slug":"ganz-anders-oder-doch-gleich-bericht-von-der-hsaka-o-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/?p=513","title":{"rendered":"Ganz anders oder doch gleich?\u00a0[Bericht von der HSAKA-O '24]"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine Longitudinalstudie von 2014\u20132024 zur Bedeutsamkeit der (gemeinsamen) Albernheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Katharina E. Kraus, Miriam E. Mayer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Autorinnen wagen sich, nachdem sie selbst 2014 &amp; 2015 als Sch\u00fclerinnen Teil der Oberstufenakademie waren, an eine Reflexion ihrer Eindr\u00fccke als gereifte Alumnae zur Transformation derselbigen im letzten Jahrzehnt - ne Spa\u00df, wir h\u00f6ren jetzt auf, uns hinter aufgeblasener Sprache zu verstecken, wir haben den Blick f\u00fcr das Wesentliche noch nicht verloren. Wir wollen in diesem Text unsere Eindr\u00fccke w\u00e4hrend unseres diesj\u00e4hrigen Besuchs festhalten und uns dabei die Frage stellen: Wie hat sich die Oberstufenakademie (im Folgenden HSAKA-O) aus unserer Perspektive ver\u00e4ndert?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Bestandteil des Burg-Alltags ist nat\u00fcrlich die Arbeit in den Fach- und musisch-kulturellen Kursen. Auch wenn es sich in vielerlei Hinsicht angef\u00fchlt hat, als sei alles genauso wie fr\u00fcher, sind uns doch ein paar Ver\u00e4nderungen aufgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ganz im Sinne der HSAKA einen freien, gesch\u00fctzten Raum zum Ausprobieren zu bieten, wurde sich von der der Idee eines \u201cperfekten, pr\u00e4sentablen\u201d Ergebnisses der Kursarbeit verabschiedet und der Fokus stattdessen auf den Arbeitsprozess gelegt. Dieser Leitfaden ist selbstredend nicht neu, sondern essentiell mit der Identit\u00e4t der Akademien verwoben. J\u00fcnger scheint jedoch die erkennbare St\u00e4rkung der Kommunikation dessen an die Sch\u00fcler*innen. Nach au\u00dfen zeigte sich das nicht zuletzt darin, dass am G\u00e4stetag die durchgehenden Pr\u00e4sentationen in der Halle, wie wir sie aus unserer Zeit als Sch\u00fclerinnen noch kannten, von Werkschauen der Fachkurse an verschiedenen Standorten der Burg abgel\u00f6st wurden: weg von dem steiferen Format des \u201ctadaa, das haben wir die letzten 12 Tage final ausgearbeitet\u201d hin zur M\u00f6glichkeit eines individuellen und interaktiven Austausches mit den G\u00e4sten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch schon vor dem G\u00e4stetag wurde die Kommunikation dieses Leitfadens bemerkbar: Auftritt Wohlf\u00fchlboxen, die letztes Jahr eingef\u00fchrt wurden. Dahinter verbirgt sich eine Sammlung von Tools, z.B. Finger-Massageringe, Ohrenst\u00f6psel, Traubenzucker, Igelb\u00e4lle und Knete. Diese Tools k\u00f6nnen die Verwender*innen w\u00e4hrend der Zeit auf der Burg bei der Frage \u201cUnter welchen Rahmenbedingungen lerne ich eigentlich am besten?\u201d, in der Achtung der eigenen Bed\u00fcrfnisse und der Verarbeitung \u00fcberw\u00e4ltigender Eindr\u00fccke unterst\u00fctzen <em>(kurze Anmerkung: die Zwecke dieser Wohlf\u00fchlboxen sind vielschichtig und die Darstellung dem Rahmen dieses Textes entsprechend extrem heruntergebrochen).<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umstand, dass diese Tools zur Verf\u00fcgung stehen, zeigt: Der Fokus liegt nicht nur auf dem Lernen z.B. in der Kursgemeinschaft, sondern auch auf den individuellen Herangehensweisen der Sch\u00fcler*innen und dem Ausprobieren von Methoden des Lernprozesses. Indem den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die Wichtigkeit dessen vermittelt wird, scheint sich automatisch die Bedeutung eines vermeintlich perfekten Arbeitsergebnisses zu relativieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu werden niedrigschwellige M\u00f6glichkeiten angeboten, um den Umgang mit Druck, den ein motiviertes und komplexes Umfeld wie die HSAKA-O eben auch ausl\u00f6sen kann, zu erleichtern. Wir als Vorstandsmitglieder des Alumni- und F\u00f6rdervereins freuen uns sehr, dass wir jetzt das zweite Jahr die Anschaffung der Wohlf\u00fchlboxen finanziell f\u00f6rdern und damit diese Entwicklung der St\u00e4rkung der Akademie-Leitf\u00e4den unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Dieser \u201ckleine Wandel\u201d hat das Potential, auf individueller Ebene unglaublich viel zu bewirken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine besondere Freude war es auch, die Neulinge im musisch-kulturellen Angebot zu begr\u00fc\u00dfen und daran teilhaben zu k\u00f6nnen. Neben Kammermusik und klassischem Chor hat elektronisch produzierte Musik ihren Einzug in die Burg gefunden. Lieder, die auch im Chor gesungen wurden, haben dadurch eine Umwandlung zum EDM-Hit durchgemacht - und was f\u00fcr eine ?!.<\/p>\n\n\n\n<p>Am internen Abschlussabend wurde beim Rave im Webraum unter anderem zu diesen selbst produzierten Hits bis in die Nacht getanzt und auch die G\u00e4ste kamen in den Genuss der elektrisierenden Rhythmen, was den bzw. die ein oder andere(n) in Staunen (oder vielleicht sogar in Schock) versetzt zu haben schien. Au\u00dferdem gab es unter anderem eine fantastische Filmproduktion mithilfe von AI-generierten Techniken, die uns und allen G\u00e4sten einen spannenden Einblick in das Leben der Burgler im Mittelalter vermittelte. Es ist wirklich gro\u00dfartig, dass Sch\u00fcler*innen w\u00e4hrend der Akademie solche Projekte gestalten k\u00f6nnen, die vieles sind: kreativ, spannend, mitrei\u00dfend, aber sicher nicht allt\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>On a more personal note: Ganz neidisch waren wir auf die Einf\u00fchrung von Lagerfeuern mit Marshmallows, Stockbrot und Gesang. Und was wir sicher nicht vermissen: das 8-Uhr-Fr\u00fchst\u00fccksfoto, auf dem Kathi meistens in aller Frische&nbsp; strahlte <em>(Anmerkung von Kathi aus der Redaktion: eher in Emp\u00f6rung dar\u00fcber, um diese Uhrzeit fotografiert zu werden)<\/em> und auf das es Miri nie geschafft hat. Die immer sp\u00e4ter werdende Aufstehzeit und die proportional dazu abnehmende Fr\u00fchst\u00fcckszeit sind aber gleich geblieben - wen wundert es noch?<\/p>\n\n\n\n<p><br>Und noch mehr ist gleich geblieben\u2026&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die HSAKA sich ver\u00e4ndert und mit der Zeit mitgeht, hat ihr Kern absolut Bestand. Schon an unserem ersten Tag haben wir die \u201cHSAKA-Art des Lernens\u201d erleben k\u00f6nnen: das gemeinsame inhaltliche Arbeiten auf Augenh\u00f6he, das wohl als Fundament des gesch\u00fctzten Raumes zum \u201cDinge einfach mal ausprobieren\u201d bezeichnet werden kann. Nat\u00fcrlich hat uns auch die ganz besondere Gemeinschaft auf der Burg wieder in ihren Bann gezogen, genauso wie die Begeisterung der Sch\u00fcler*innen bei der nachmitt\u00e4glichen Percussion und Tanz-Session im Innenhof, beim Belgian Dance, beim Singen der diesj\u00e4hrigen HSAKA Chor Hits oder deren EDM Versionen. Wir konnten die Neugierde und Offenheit \u00fcber die inhaltlichen Themen beobachten,die Freiheit, alle verr\u00fcckten Ideen und Eigenheiten ausdr\u00fccken und ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen und die Erfahrung, dass gerade diese gefeiert und verst\u00e4rkt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Peter es in seiner Ansprache an die G\u00e4ste treffend zusammengefasst hat : HSAKA-O hei\u00dft gemeinsam albern sein! Gemeinsam Dinge mal nicht so ernst nehmen. Loslassen. Sich offen und ehrlich begegnen und freuen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Danke, dass wir w\u00e4hrend unseres Besuchs wieder in diese besondere Atmosph\u00e4re eintauchen durften. Wir hoffen, dieser Text transportiert etwas von unseren Beobachtungen und ihr habt beim Lesen vielleicht ein kleines bisschen Burg-Spirit versp\u00fcrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Miri und Kathi&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Longitudinalstudie von 2014\u20132024 zur Bedeutsamkeit der (gemeinsamen) Albernheit Katharina E. Kraus, Miriam E. Mayer Die Autorinnen wagen sich, nachdem sie selbst 2014 &amp; 2015 als Sch\u00fclerinnen Teil der Oberstufenakademie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":514,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,4],"tags":[38,40,39,13],"class_list":["post-513","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alumniae","category-hsaka","tag-bericht","tag-burgleben","tag-erinnerung","tag-hsaka"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=513"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":515,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions\/515"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alumni-hsaka.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}